Airbus A350-1000ULR: 22-Stunden-Langstreckenjet absolviert Erstflug
Der erste Testflug des Airbus A350-1000ULR ist erfolgreich abgeschlossen. Das Langstreckenflugzeug soll künftig Nonstop-Flüge von Australien nach Europa ermöglichen. Bis zur kommerziellen Nutzung müssen aber noch einige Hürden genommen werden.
Der Flug markiert einen wichtigen Schritt für das sogenannte Project Sunrise der australischen Fluggesellschaft Qantas. Ziel des Vorhabens ist es, direkte Verbindungen zwischen der australischen Ostküste und Metropolen wie London oder New York zu etablieren. Die Strecken umfassen fast 10.000 Seemeilen und erfordern durchgehende Flugzeiten von bis zu 22 Stunden. Qantas hat insgesamt zwölf Maschinen des modifizierten Typs bestellt, um das ehrgeizige Netzwerk aufzubauen.
Neben dem Treibstoffsystem testet der Hersteller ein völlig neues Kühlsystem für die Bordküche. Es soll spürbar leichter und effizienter arbeiten als bisherige Lösungen. Ein Nachteil der komplexen Neuentwicklungen ist der hohe Aufwand bei der behördlichen Zertifizierung. Sicherheitsbedenken bezüglich des neuen Tanksystems zwangen den Flugzeugbauer bereits im Vorfeld zu einer Umkonstruktion, was den ursprünglichen Zeitplan des Projekts merklich verzögerte.
Der Weg zum regulären Passagierbetrieb dauert noch an. Anhaltende Lieferkettenprobleme und die erwähnten Designanpassungen haben die Auslieferung der ersten Maschine auf April 2027 verschoben. Ein zweites Flugzeug befindet sich derzeit in der Endmontage in Toulouse und soll bald lackiert werden. Qantas plant, die genauen Routen für die ersten kommerziellen Passagierflüge noch im Laufe des aktuellen Monats offiziell bekannt zu geben.
Würdet ihr einen 22 Stunden langen Nonstop-Flug antreten oder bevorzugt ihr Zwischenstopps? Teilt eure Gedanken zu den extremen Langstrecken in den Kommentaren mit uns!
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Startschuss für extrem lange Flüge
Diese Woche hob der erste Airbus A350-1000ULR im französischen Toulouse zu seinem Jungfernflug ab. Die Abkürzung ULR steht für Ultra Long Range und markiert eine speziell modifizierte Version des Langstreckenflugzeugs. Während des drei Stunden und 43 Minuten dauernden Testflugs erreichte die Maschine eine Höhe von über 41.000 Fuß, also rund 12.500 Meter. An Bord befand sich eine spezialisierte Besatzung aus erfahrenen Testpiloten und Ingenieuren.Der Flug markiert einen wichtigen Schritt für das sogenannte Project Sunrise der australischen Fluggesellschaft Qantas. Ziel des Vorhabens ist es, direkte Verbindungen zwischen der australischen Ostküste und Metropolen wie London oder New York zu etablieren. Die Strecken umfassen fast 10.000 Seemeilen und erfordern durchgehende Flugzeiten von bis zu 22 Stunden. Qantas hat insgesamt zwölf Maschinen des modifizierten Typs bestellt, um das ehrgeizige Netzwerk aufzubauen.
Technische Anpassungen
Um die enorme Reichweite zu erzielen, waren tiefgreifende Konstruktionsänderungen an dem Basismodell notwendig. Wie das Unternehmen in einer Airbus-Mitteilung schreibt, verfügt das Modell über einen zusätzlichen zentralen Treibstofftank im Heck. Das erweiterte System fasst rund 20.000 Liter Kerosin. Dafür wurden auch strukturelle Verstärkungen vorgenommen, um das deutlich höhere Abfluggewicht beim Start sicher zu tragen.Neben dem Treibstoffsystem testet der Hersteller ein völlig neues Kühlsystem für die Bordküche. Es soll spürbar leichter und effizienter arbeiten als bisherige Lösungen. Ein Nachteil der komplexen Neuentwicklungen ist der hohe Aufwand bei der behördlichen Zertifizierung. Sicherheitsbedenken bezüglich des neuen Tanksystems zwangen den Flugzeugbauer bereits im Vorfeld zu einer Umkonstruktion, was den ursprünglichen Zeitplan des Projekts merklich verzögerte.
Zertifizierung und Zeitplan
Der erfolgreiche Erstflug bildet den Auftakt einer zweimonatigen Testphase. In der Zeit muss das Flugzeug rund 80 Flugstunden absolvieren, um die finale Zulassung für die technischen Modifikationen zu erhalten. Geprüft werden dabei unter anderem die Luftzirkulation und die Temperaturregelung der Passagierkabine. Die Systeme müssen stets für extrem lange Aufenthalte an Bord ausgelegt sein und höchsten Komfort bieten.
Der Weg zum regulären Passagierbetrieb dauert noch an. Anhaltende Lieferkettenprobleme und die erwähnten Designanpassungen haben die Auslieferung der ersten Maschine auf April 2027 verschoben. Ein zweites Flugzeug befindet sich derzeit in der Endmontage in Toulouse und soll bald lackiert werden. Qantas plant, die genauen Routen für die ersten kommerziellen Passagierflüge noch im Laufe des aktuellen Monats offiziell bekannt zu geben.
Würdet ihr einen 22 Stunden langen Nonstop-Flug antreten oder bevorzugt ihr Zwischenstopps? Teilt eure Gedanken zu den extremen Langstrecken in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Der Airbus A350-1000ULR absolvierte erfolgreich seinen Erstflug in Toulouse
- Australiens Qantas plant damit Direktflüge von bis zu 22 Stunden Dauer
- Ein zusätzlicher Treibstofftank ermöglicht eine extrem hohe Reichweite
- Sicherheitsbedenken und Lieferprobleme verzögern die erste Auslieferung
- In einer zweimonatigen Testphase werden rund 80 Flugstunden absolviert
- Qantas will die genauen Flugrouten noch im Laufe dieses Monats verkünden
- Strukturelle Verstärkungen am Flugzeug tragen das hohe Abfluggewicht
Siehe auch:
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